Achtung: Die Gesetzgebung über Reprographie und Bildung ist vor kurzem geändert. Die Informationen auf dieser Website über Reprographievergütungen auf belgischem Territorium gelten nur noch für Kopien (Lizenzgebühren) genommen und für Importgeschäfte (Geräteabnahmen) vor dem 1. Januar 2017. Die anderen Informationen (z. B. über das Unternehmen, Ihrer Finanzergebnisse und die Bibliothekstantieme) bleiben noch gültig. Die öffentliche Reprobel Webseite wird im Context den neuen Vorschriften so schnell wie möglich aktualisiert werden.

Wer bezahlt die Reprographievergütung?

Um die Ausnahme der Reprographie auszugleichen, sieht das Gesetz eine angemessene Vergütung für Urheber und Verleger vor. Dieser Anspruch auf Vergütung wird aus zwei Quellen gespeist:

  • Die pauschale Vergütung wird auf Kopiergeräte erhoben, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung und der Lebensdauer der Geräte. Die Gerätevergütungspflichtigen sind die Hersteller, Importeure und innergemeinschaftlichen Erwerber der Geräte.
  • Die 'anteilige' Vergütung wird auf Basis der Anzahl Kopien von geschützten Werken eingenommen. Die Betreibervergütungspflichtigen sind Menschen oder Organisationen, die Kopien machen oder anderen Kopiergeräte – kostenlos oder gegen Bezahlung – zur Verfügung stellen. Das sind vor allem Unternehmen, Verbände, Freiberufler, Selbstständige, internationale Organisationen, Bildungseinrichtungen, Behörden, Bibliotheken und Copyshops.

Die beiden Quellen gleichen die Kopierpraxis in Belgien aus. Das doppelte System - teils pauschal, teils anteilig – sorgt dafür, dass alle Kategorien von Nutzern angemessen zur Entschädigung der Berechtigten beitragen. Die Reprographievergütung ist keine “Abgabe" oder “Steuer”, sondern ein Beitrag zum Urheberrecht (royalty). Reprobel ist im Übrigen keine Behörde, sondern ein privatrechtliches Unternehmen, das belgische und ausländische Urheber und Verleger vertritt.