Wer ist Reprobel?
Reprobel ist die belgische Verwertungsgesellschaft, die die Vergütungen für Reprographie und Bibliothekstantieme einnimmt und verteilt.
In Belgien dürfen innerhalb bestimmter Grenzen Kopien von Büchern und Zeitungen angefertigt werden. Es ist natürlich nicht möglich neben jedes Kopiergerät einen Kontrolleur zu stellen. Stattdessen hat der Gesetzgeber eine Abgabe auf Kopiergeräte und Kopien eingeführt.
Es ist auch erlaubt, Bücher in einer Bibliothek auszuleihen, ohne sie kaufen zu müssen, wodurch der Urheber und der Verleger ebenso Schaden erleiden. Deshalb sieht das Gesetz auch für Bibliothekstantiemen eine solche kollektive Vergütung vor. Sowohl die Reprographievergütung als auch die Vergütungen der Bibliothekstantieme werden von Reprobel eingenommen.
Reprobel verteilt die eingenommenen Vergütungen unter den Verwertungsgesellschaften der Urheber und Verleger auf. Fünfzehn dieser Verwertungsgesellschaften sind in Reprobel zusammengeschlossen. Es gibt Verwertungsgesellschaften von Urheber literarischer Werke wie Romane und Gedichtbände, aber auch von pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeiten. Es gibt Verwertungsgesellschaften von Fotografen, Drehbuchurheber, Illustratoren und Journalisten. Auf der Verlegerseite sind in Reprobel die Verwertungsgesellschaften von Buch-, Zeitungs-, Zeitschriften- und Partiturenverlegern zusammengeschlossen.
Die Verwertungsgesellschaften der Urheber beschließen gemeinsam im Urheberkollegium über die Verteilung der Vergütungen unter ihren Mitgliedern. Die Verleger treffen ihre Entscheidungen im Verlegerkollegium. Die beiden Kollegien haben gesetzlich Anspruch auf die Hälfte der eingenommenen Reprographievergütungen. Von den Vergütungen für der Bibliothekstantieme gehen 70 Prozent an die Urheber und 30 Prozent an die Verleger.
